Hotel Eiger Mürren
Erste Generation
Johann und Anneliese von Allmen-Feuz erbauen das Hotel Eiger im Jahr 1892
Zweite Generation
Mimi und Adolf von-Allmen führen das Hotel ab 1932
Dritte Generation
Im August 1964 heiratete Annelis Walter Stähli aus Brienz und der Familienbetrieb ging in die dritte Generation.
Vierte Generation
2007 übernimmt mit Susanna und Adrian Stähli die vierte Generation – unterstützt von Schwester Sandra und Mama Anneliese den Betrieb.
... und heute
Seit 2022 erstrahlt auch die Fassade in neuem "Schweizer Lärchenholz"
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Eine Familienangelegenheit seit 1892

Mürren und das Hotel Eiger

Im 1892 wurde das Hotel Eiger von Johann und Anneliese von Allmen-Feuz gebaut. Nach unzähligen Um- und Anbauten kümmern sich heute Susanna und Adrian Stähli in der 4. Generation um die Gäste. Nachfolgend können Sie in die Historie vom Dorf «auf der Mauer» und unserem Hotel Eiger eintauchen – doch am besten erleben Sie unsere Geschichte und unser Dorf hautnah.
Wir freuen uns auf Sie!

Historie – Kennzahlen von Mürren und dem Hotel Eiger:

Historische Kennzahlen von Mürren und dem Hotel Eiger:

1257
Erste urkundliche Erwähnung von Mürren, dem Dorf «auf der Mauer». Das Dorf ist eine alte Walsersiedlung, was man noch heute an der Hausbauweise und der Färbung der Mürrner Mundart erkennen kann. Man vermutet, dass die Lötscher aus dem Walsertal über die Wetterlücke kamen.

1789
Eröffnung der ersten Schule. 23 Kinder (bei 105 Einwohnern) besuchten sie.

1857
Heinrich von Allmen von der Bergschaft Winteregg erbaute das erste Gasthaus, das einfache «Hotel Silberhorn».

1870
erbaute der Pächter des Hotels Silberhorn vor dem Hotel Silberhorn sein eigenes Hotel, das «Hotel Mürren». Später wurden die beiden Häuser zum «Grand Hotel und Kurhaus» miteinander verbunden und entwickelten sich in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts zum erfolgreichen Grossbetrieb.

1872
wurde das stattliche Hotel des Alpes (das heutige Palace) eröffnet.

1884
Das Hotel des Alpes wurde bei einem Föhnsturm durch einen Brand zerstört und danach als Grand Hotel des Alpes schöner und besser errichtet. Die Blütezeit Mürrens als erfolgreicher Kurort begann. Adelige, Politiker, Dichter, Maler und Gelehrte suchen hier Erholung und Inspiration.

1889
Beginn des Baus der Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren (BLM). Bisher waren Reisende über den Fussweg Lauterbrunnen-Mürren und Stechelberg-Gimmelwald-Mürren ins Dorf gelangt.

1891
Die BLM wurde eingeweiht. Die Zahl der Reisenden nach Mürren stieg sprunghaft an. Die Bahn fuhr nur im Sommer.

1892
Das Hotel Eiger wurde von Johann und Anneliese von Allmen-Feuz gebaut. Das Gebäude, zwei Etagen und ein Flachdach, sollte bis am 1. Juli 1892 fertig erstellt sein, der Restaurationssaal sollte schon am 1. Juni benutzbar sein. Die Kosten betrugen CHF 15‘600.-. Einige Jahre später erfolgte der Anbau des Speisesaal und die Erhöhung auf vier Etagen. Auch wurde das Hotel mit dem Einbau einer Heizung wintertauglich gemacht.

1894
Der Besitzer des «Grand Hotels und Kurhaus» erstellte ein Rösslitram, welches vom Bahnhof der BLM bis zum Kurhausfuhr. Die Bahn war mit 50 cm Spurweite und 455 m Länge die schmalste und kürzeste Schmalspurbahn der Schweiz. Das Rösslitram war von 1894-1914 und 1923-1930 in der Sommersaison in Betrieb. Es ist heute an der BLM Station ausgestellt.

1903
Nachdem Mürren bis anhin nur im Sommer besucht wurde, tauchten im Dezember erste Skiläufer auf.

1910
Die Mürrenbahn nahm ihren Winterbetrieb auf, womit Mürrens Geschichte als erfolgreicher Wintersportort begann. Besonders englische Touristen liebten den Wintersport und die mondäne Atmosphäre der grossen Hotels in Mürren.

1910
Im August glückte dem Luftschiffpionier Eduard Schweizer, genannt Spelterini, mit seinem Ballon «Sirius» von Mürren nach Turin die erste Alpenüberquerung.

1911/12
Natureisbahn beim Hotel Des Alpes. Das „offizielle“ Curling begann mit der am 26. Februar durch Briten erfolgten Gründung des Mürren Curling Clubs, der heute nicht mehr existiert.

1912
Am 20. Januar wurde der Skiclub Mürren gegründet.

1912
Einweihung der Allmendhubelbahn. Sie war am Anfang eine reine Winterbahn, die ihre Gäste bequem auf den Allmendhubel zur damals neu erbauten Bobbahn brachte.

1919
Das Hotel Alpenruh brannte vollständig ab.

1922
Am 21. Januar flaggte Sir Arnold Lunn (1888-1974) das erste Alpine Slalomrennen der Welt neben dem Hotel Jungfrau aus.

1924
Am 30. Januar wird der Kandahar Ski-Club von Sir Arnold Lunn und 8 weiteren Briten (wovon 3 Damen) gegründet, der die Förderung von Abfahrt, Slalom und die Anerkennung des alpinen Skisports auf internationaler Ebene als Zielsetzung hatte.

1926
Nach tagelangem Föhn brach am 18. November Feuer aus. Die Feuerwehren von Wengen und Lauterbrunnen kamen zu Fuss von Stechelberg zu Hilfe, da die BLM wegen Reparaturen eingestellt war. Der Grossbrand zerstörte die Hotels
Edelweiss, Amstutz (das heutige Alpina) und Des Alpes. Danach frass sich das Feuer hinauf in den Aegertenwald und
talauswärts, wo es Lauterbrunnen bedrohte. Am Folgetag brach der Föhn zusammen und der Regen löschte die Brände.

1928
Am 29. Januar starteten am Schilthorn nach einem fünfstündigen Aufstieg 18 Teilnehmer, darunter 4 Damen, zum ersten Inferno Rennen nach Lauterbrunnen. Sieger wurde Harold Mitchell (1 Std. 12 Min.), den 4. Rang belegte Doreen Elliott (1 Std. 22 Min.), obwohl sie unterwegs eine verunglückte Kollegin versorgt hatte.

1930
gründeten Mürrner eine der ersten Skischulen der Schweiz.

1931
Vom 19. bis 22. Februar wurden in Mürren die ersten Alpinen Weltmeisterschaften in Slalom und Abfahrt ausgetragen.

1932
Gründung der Kandahar-Schuhmanufaktur. Standort war im Haus Montana an der unteren Dorfstrasse.

ca. 1932
Die beiden Söhne von Johann und Anneliese sterben jung; der eine an der Grippe, der andere verunglückte auf einer Skitour. Das Hotel ging vom „Eiger Hans“ an seinen Neffen, den „Post Adolf“, über und blieb der Familie so erhalten.

1934
Gründung des Curling Clubs Mürren-Tächi.

1937
Der Bedarf an Aufstiegsmöglichkeiten für die Skifahrer wuchs. Gerade die Engländer favorisierten nicht allzu schnelle Abfahrten bei leichtem Aufstieg. So nahm der der „Schiltgrat“, der erste Skilift im Berner Oberland, 1937 seinen Betrieb auf.

1936-45
Adolf verpflichtete die Hotelierstochter Mimi Isele aus Weggis als Sekretärin. Mimi blieb und das Paar heiratete im November 1936. Ihre Kinder, Annelis, geb. im Oktober 1937, und Beat, geb. im Oktober 1941, erinnern sich noch an die sorgenvollen Kriegsjahre, als das Hotel zur Unterkunft der italienischen Internierten diente.

1957
Das 1. Alpine Kurszentrum der Schweiz (das heutige Sportchalet) wird eröffnet.

1960
Adolf erlag am 23. Dezember 1960 mit 59 Jahren einem Herzinfarkt. Annelis hatte nach dem Besuch der Hotelfachschule schon wertvolle Erfahrungen gesammelt und half Mimi den Betrieb weiter zu führen. Mimi startete eine lange Umbau- und Anbauphase mit dem Neubau der Kaffeeküche, der Wäscherei und der Tächi Bar.

1962
Gründung der Internationalen hochalpinen Ballonsportwochen durch den Ballonpionier Fred Dolder und den damaligen Kurdirektor Erwin A. Sauter-Hewitt.

1964
Im August 1964 heiratete Annelis Walter Stähli aus Brienz und der Familienbetrieb gingin die dritte Generation. Walter hatte viele Pläne und jede Zwischensaison wurde gebaut. Zuerst wurde das Personalhaus errichtet, dann wurde der vierte Stock mit den beiden Giebeln abgerissen und ein neues Dach erstellt.

1965-67
Auf Initiative der Mürrner Ernst Feuz und Walter Amstutz wurde die Schilthornbahn gebaut. 1965 wurden die ersten drei
Sektionen der Stechelberg-Mürren-Birg eröffnet. Die vierte Sektion, die Gipfelstrecke von Birg aufs Schilthorn und das Gipfelgebäude, war der schwierigste Bauabschnitt. Sie konnte 1967 eröffnet werden.

1968/70
Die beiden Kinder von Annelis und Walter, Sandra, geb. Mai 1968, und Adrian, geb. Oktober 1970, wurden geboren.

1968/69
Das Schilthorn, die Luftseilbahn und die steilen Schneehänge bildeten den Schauplatz der spannendsten Szenen im James-Bond-Film «Im Geheimdienst Ihrer Majestät». In der Zeit von Oktober 1968 bis April 1969 verwandelte ein Heer von Helfern den Schilthorngipfel in den «Piz Gloria». Unter anderem wurde auch ein Landeplatz für Helikopter gebaut.

1977
Um das Hotel Eiger auf vier Sterne aufzuwerten, erfolgte der Neubau der Eiger Residence mit Hallenbad, Sauna und dem Konferenzraum. Die Finanzierung erfolgte über den teilweisen Verkauf der erstellten Eigentumswohnungen im Gebäude.

1983
Das Alpine Sportzentrum Mürren öffnet seine Tore.

1994
Der Speisesaal wurde erweitert und gleichzeitig erfolgte der Neubau der darüber liegenden Suiten.

1995
Vergrösserung der Hotelterrasse. Darunter wurde ein Weinkeller gebaut und das Eiger Stübli erweitert.

1997
Walter verstarb ganz unerwartet im Januar. Sandra und Adrian engagierten sich und der Betrieb konnte von der Familie
weitergeführt werden. Im Herbst fing die Renovation der vierten Etage an. Jedes Jahr kam eine weitere Etage dazu – bis
das Haus auf dem neusten Stand war.

1998
Start zum 1. Inferno Triathlon, der von Thun via Meiringen, Grosse Scheidegg, Grindelwald, Kleine Scheidegg, Lauterbrunnen und Mürren auf das Schilthorn führt.

2002
Totalrenovierung des Eingangsbereichs mit der Rezeption und Hotelhalle.

2006
Die Standseilbahn der BLM befand sich seit jeher in einem Rutschgebiet. Der Betrieb war gefährdet, weshalb die Standseilbahn durch eine Luftseilbahn ersetzt werden musste. Der Betrieb der alten Standseilbahn wurde am 15. April eingestellt, die neue Luftseilbahn wurde am 16. Dezember eröffnet.

2007
Der 1. Whitestyle Open Contest findet statt. Mittlerweile hat sich der Anlass mit dem Big Air Contest «Night Air» und den Freeride Sessions zum festen Bestandteil des Mürrner Winters etabliert.

2007
Mit der Heirat von Adrian Stähli und Susanna Schmelzle im Juni 2007 übernahm die vierte Generation den Betrieb.

2008
Eröffnung des Klettersteigs Mürren-Gimmelwald mit einer Länge 2.2 km und einer Höhendifferenz von 300 m.

2012
Das Alpine Sportzentrum wurde komplett saniert und nach rund neunmonatiger Bauzeit am 14. Dezember wieder eröffnet.

2013-15
Renovation aller Hotelzimmer und Suiten.

2016
Auf Birg eröffnete die Schilthornbahn den Felsensteig «Thrill Walk».

2016/17
Das Angebot im Hotel Eiger wurde mit einem Zwischenbau ausgebaut. Nebst einem neuen Multifunktionsraum für Anlässe und Seminare steht den Gästen nun auch ein Wellnessbereich zur Verfügung. Gleichzeitig wurde auch das Personalhaus vergrössert und saniert.

2020
Die hintere Eisbahn beim Alpinen Sportzentrum wurde überdacht. Das ermöglicht die Durchführung von Curlingturnieren bei allen Witterungen. Zusätzlich wird die Überdachung nun auch für grosse Anlässe wie zum Beispiel das Dorffest genutzt.

2020-23
Die BLM wird komplett saniert. Die Stationen Grütschalp, Winteregg und Mürren wurden bzw. werden behindertengerecht umgebaut und ab Ende 2023 werden neue Züge im Einsatz sein.

2021/22
Die gesamte Aussenfassade des Eigers wurde komplett saniert. Das Haus ist nun mit Schweizer Lärchenholz verkleidet.

ab 2022
Baustart des Grossprojekts «Schilthornbahn 20XX». Die Luftseilbahn wird bis ins 2026 modernisiert und ausgebaut. Die
Förderleistung wird auf allen Teilstrecken erhöht und die Güter- und Gepäcklogistik Stechelberg-Mürren wird verbessert.

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